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brwiss.sondernewsletter zu den Sparmaßnahmen
Dienstag, 20. Oktober 2026

Newsletter für das wissenschaftliche Universitätspersonal

Aufruf zur Teilnahme an Großdemo in Wien

Teilnahme an Demo, Absage der Lehre, schwierige Bedingungen für Studierende und Berufseinstieg

Liebe Kolleg:innen!

Dass unsere Bundesregierung bei der Zukunft, insbesondere bei den Universitäten, also bei Bildung und Forschung, kräftig sparen will, ist wohl inzwischen allgemein bekannt. Eine Reduktion des (realen) Budgets für unsere Universität von wahrscheinlich deutlich mehr als 10 % dürfen wir nicht kommentarlos akzeptieren. 

Nur ein kurzer Hinweis: Rund 70 % der Ausgaben unserer Universität sind Personalkosten. Deshalb ist in den nächsten Jahren ein Personalabbau von mindestens 10 % zu erwarten, das wären alleine an unserer Universität rund 300 wissenschaftliche Mitarbeiter:innen!!!

Deshalb ersuchen wir euch, an der Demonstration am Donnerstag in Wien teilzunehmen. Bitte sagt am Donnerstag alle Lehrveranstaltungen ab, damit die Studierenden an der Demonstration teilnehmen können. Gute Bildung ist sicherlich wichtiger als steuerbegünstigter Vermögensaufbau, für den offensichtlich Ressourcen vorhanden sind...

Bitte nutzt eure Lehrveranstaltungen dazu, die Studierenden über diese drastische Kürzungen in Forschung und Lehre zu informieren. Weniger Ressourcen verschlechtern nicht nur das Lehrangebot und die Studienbedingungen. Insbesondere ein Einstieg in die akademische Welt wird in den nächsten Jahren in Anbetracht des gewaltigen Stellenabbaus kaum möglich sein.

Die Absage der Lehre und die Teilnahme an der Demonstration wird dankenswerterweise vom Rektorat unterstützt (Einladung zur Teilnahme an Großdemo in Wien).

Liebe Grüße
Gerhard Wohlfahrt
Vorsitzender des Betriebsrats für das wissenschaftliche Universitätspersonal


PS: Falls es keine Bus-Plätze mehr geben sollte, sind im Büro des BRwiss vergünstige Bahnkarten erhältlich. Hierfür erweitern wir unsere Ausgabezeiten – wir bemühen uns um eine Refundierung (zumindest für untere Einkommensgruppen).

Anbei noch der Aufruf der GÖD:

GÖD (BL13): Aufruf zur Teilnahme an Uni-Protesten

Liebe Kollegin, lieber Kollege,  

entgegen allen Erwartungen hat die Regierung trotz sich über den Sommer verbessernder Wirtschaftszahlen andere Prioritäten gesetzt und das Unibudget für 2028-2030 ohne Erhöhung fortgeschrieben. Damit sind bei aktuell über 3,5% Inflation, die wohl auch die nächsten Jahre nicht unter drei Prozent im Schnitt absinken wird, ca. 10% reale Budgetkürzung verbunden.  

Die massive Vorleistung der Belegschaft zur Finanzierung des Pakts für Forschung, Technologie und Innovation mit Gehaltsabschlüssen für 2026 und 2027 weit unter der Teuerungsrate wurde nun ignoriert.  

Rektorin Brigitte Hütter hat in ihrer Funktion als UNIKO - Vorsitzende von einer Notwendigkeit gesprochen,  Stellen im Umfang von 6.800 Köpfen zu streichen. Eine derart große Personalfreisetzung wäre eine der größten der letzten beiden Dekaden, beispielslos an den Universitäten, aber auch im Vergleich mit großen Wirtschaftsunternehmen.  Allein mit Abgang in den Ruhestand und Auslaufen von befristeten Verträgen wird diese Einsparung nicht zu realisieren sein!  Besonders für den Nachwuchs wird damit an der Zukunft gesägt, denn die vom Globalbudget finanzierten Doktorand: Innenstellen werden sicherlich auch dramatisch gekürzt. Von einer Verschlechterung der Betreuungsverhältnisse ist ebenso auszugehen, weil sicherlich auch PostDocs und anderes, befristet beschäftigtes Betreuungspersonal eingespart werden wird. Auch mit Kündigungen ist zu rechnen.  

Ein derartiger Kahlschlag kann nicht unwidersprochen hingenommen werden! 

Die Bundesleitung der Universitätsgewerkschaft für das wissenschaftliche und künstlerische Personal ersucht Sie deshalb nachdrücklich, an den Protestmaßnahmen am 22.10.2026 beginnend um 15:00 vor der TU Wien teilzunehmen.  

Ein Sonderurlaub zur Teilnahme wäre eine Maßnahme, die RektorInnen kaum verwehren können.

Glück auf! Trotz allem! 

 

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Quelle Bilder: pixabay (https://pixabay.com/)

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Der Betriebsrat ist ausschließlich für die Inhalte des von ihm betreuten Newsletters zuständig. Auf das grafische Design und die Funktionalität des Newsletters haben wir keinerlei Einfluss und sind auch nicht in der Lage, entsprechende Anpassungen vorzunehmen! 

 

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